Blankenfelder Face-2-Face Turnier 2009

Es war das fünfte F2F Turnier in Blankenfelde. Aus meiner Sicht hat sich dieses (erstmals 2007 als Freiluftvariante ausgetragene) Turnier eindeutig etabliert (auch Blankenfelder 1. Mai Turnier genannt). Dieses mal war es erneut wieder nur vereinsintern, aber wer weiß, im nächsten Jahr ist es vielleicht schon ein offenes Turnier mit Preisgeld – so war es zumindest mal angedacht.

Aber egal, heute waren 32 Vereinsmitglieder angetreten, um sich im Wettstreit miteinander zu messen. Das Besondere an diesem Turnier liegt in der Idee des „Final-Schießens von Anfang an“. Es gibt zwar auch eine Qualifikationsrunde, aber bereits hier schießen jeweils 4 Schützen in einer Gruppe „Jeder-gegen-Jeden“ je 12 Pfeilen, so dass am Ende jeder 36 Pfeile geschossen hat. Gezählt wird aber nach jedem Match (also nach 12 Pfeilen) und man bekommt 2 Punkte für jeden Sieg. Die besten zwei aus jeder Gruppe kommen dann ins 1/8 Finale. Die Verteilung auf die Gruppen wird vorher ausgelost.

Eine besondere Würze bekommt das Ganze, weil z. B. auch Schüler mitmachen können und diese dann aber auch auf ihrer Altersklasse entsprechenden Entfernung und Auflagengröße schießen können. Ach so, ich sollte noch dazu sagen, dass bei diesem Turnier normalerweise alle auf 30 m / 80er Auflage schießen. Und man darf sich seiner Sache nicht zu sicher sein – gegen so einen Knirps mit einer 122er Auflage auf 18 m sieht man manchmal richtig alt aus.

Ich konnte jedenfalls in der Vorrunde zwei Matche gewinnen und habe eins verloren, so dass ich als zweiter meiner Gruppe weiter kam. Mit 104, 107 und 111 (in Summe also 322 Ringe) war ich auch sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich in letzter Zeit nicht so gut drauf war. Im folgenden 1/8 Finale konnte ich mich dann mit 4:0 erneut durchsetzten. Hier muss man nun dazu sagen, dass vom 1/8 Finale bis hin ins Finale ein „Best of Seven“ Modus geschossen wird. Das bedeutet, dass jede Passe (3 Pfeile) gewertet wird und es für jede gewonnene Passe eine Punkt gibt. Wer dann als erster 4 Punkte hat, hat gewonnen. Bei Ringgleichstand erfolgt sofort ein Stechen – und ich musste mehr als einmal ins Stechen. Man muss/kann also maximal 7 Passen schießen, bis ein Match entschieden ist.

Im 1/4 Finale angekommen dachte ich , hier wäre nun Endstation für mich, denn ich musste gegen einen unserer Bundesliga-Schützen antreten. Aber heute war ein guter Tag, ich war in Hochform und konnte auch dieses Match mit 4:1 für mich entscheiden.

So, da stand ich nun im Halbfinale und musste gegen meine eigene Frau antreten, die sich auch bis hierher hervorragend geschlagen hatte. Sie hatte sogar einen Compound Schützen im vorherigen 1/4 Finale ausgeschaltet, der als einziges Handikap die „Inner-Ten“ als 10 hatte. Das gleiche Schicksal traf auch schon unseren zweiten Compound Schützen, den sie im Achtelfinale auf die Bank geschickt hat – ab jetzt wird sie auch der „Compound Eliminator“ genannt 🙂

Aber zurück zum Halbfinale – es war klar, einer in der Familie würde im kleinen, und einer im großen Finale stehen. Damit war jedem von uns schon mal eine von den Trophäen sicher, die wir vor dem Turnier noch heimlich so bewundert hatten … eine davon hätte ich auch gerne“ dachte jeder von uns für sich, denn die sehen wirklich chick aus – aber bei dieser Konkurrenz … doch nun war es tatsächlich so weit gekommen. Ich hatte am Ende das Glück, auch die „Familien-Begegnung“ mit 4:0 zu gewinnen.

Also stand ich nun im Finale und durfte mich mit niemand Geringerem als Peter Sach (ehemaliger Deutscher Meister) auseinander setzen. Die Sache ging klar mit 4:0 an Peter, aber mit der sicheren Silber-Trophäe im Hinterkopf hat auch dieses Match Spaß gemacht.

Ergebnisse im Detail

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